Die
Öffentlichkeit beschäftigt sich wieder einmal mit Fragen zum Thema ’Bildung’ - die CDU unter dem Stichwort:
’Gute Bildung schafft Chancen für alle’.
Zur allgemeinen gehört auch die politische Bildung. Aus dieser heraus
ist es möglich, Zusammenhänge im politischen Geschehen zu erkennen,
Toleranz und Kritikfähigkeit zu vermitteln und zu stärken, demokratische
Spielregeln zu verankern und damit zur Herausbildung und
Weiterentwicklung von aktiver Bürgerschaft, gesellschaftlicher
Partizipation und politischer Beteiligung beizutragen.
In ihrem Thesenpapier, zur Vorbereitung einer Besprechung am 21.
November 2014 verteilt, geht die CDU davon aus, dass der Begriff
'Bildung' allgemein bekannt ist, und alle an dem gleichen Strick in die
gleiche Richtung ziehen.
Dies ist offensichtlich nicht der Fall, denn sie schreibt, sie werde
sich – ’dafür einsetzen’ - wobei verschiedene Punkte beschrieben werden,
die sie zu behandeln gedenkt.
Hier ist es notwendig, aufzuzeigen, was die anderen politischen
Gruppierungen wollen, um den eigenen Standpunkt eindeutig vertreten zu
können.
Besonderer Augenmerk ist zu legen auf die in Arbeit befindlichen
Parteiprogramme der AfD.
Nach dem niedersächsischen Schulgesetz sind die Schülerinnen und Schüler
zu befähigen, nach ethischen Grundsätzen zu handeln, religiöse und
kulturelle Werte zu erkennen und zu achten.
Das Goethe-Institut veröffentlichte 2009 einen Text, wonach man die
Kenntnis der jeweiligen Klassiker bei Gymnasiasten so wenig wie bei
Hauptschülern voraussetzen kann.
Das Bayerische Fernsehen führte eine Untersuchung durch und kam bei der
Frage:
’Wie schlecht sind Bayerns Schulen?’ zu dem Schluss:
’Abschluss ja, Bildung nein!’
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Die Öffentlichkeit sieht die Schuld bei der Politik.
Ständige Eingriffe in die Schulsysteme – auch bedingt durch den
Föderalismus
Bei Verkürzung der Schulzeit zum Abitur auf 12 Jahre blieb das Pensum
unverändert, Lehrpläne wurden nicht angepasst, die Schüler mussten die
Lücken selbst bewältigen, ein Nacharbeiten und ’Verdauen’ des Stoffes
war nicht möglich, es wurde auf die jeweilige Prüfung hingearbeitet und
dann vergessen.
System: ’Nürnberger Trichter!’
Wie soll auf diese Weise ein Hochschulstudium absolviert werden, wenn
allenfalls Wissen, aber keine Bildung für ein wissenschaftliches
Arbeiten vermittelt wird?
Im Bereich Kunst und Kultur ist der Stoff so darzulegen, dass die
Schülerinnen und Schüler 'vorgebildet' in eine Aufführung eines Theaters
gehen.
Wenn dann aber die Inszenierung des Stückes völlig an dem Stück und der
Behandlung des Stoffes vorbeigeht, kann der 'Gebildete' intervenieren
und Inszenierungen ablehnen.
Weiß er nicht, worum es geht, kann er sich kein Urteil erlauben,
applaudiert aus Höflichkeit und die Theaterleitung meint, richtig
gehandelt zu haben, zumal die Auslastung durch Mätzchen bei der
Darbietung der Stücke Publikum ins Haus holt.
Das Verhalten vieler Lehrer zeigt, wie sehr sie diese Produktionen
ablehnen und sagen: mit meinen Schülern gehe ich in dieses Theater, in
dieses Stück nicht. Die heutigen Inszenierungen des Regietheaters mit
ihren Verfälschungen der Werke im Rahmen der grenzenlosen ’Freiheit der
Kunst’ sind zudem kontraproduktiv, wenn denn Schulen ihrem
Bildungsauftrag gerecht werden.
Wie soll Integration von Migranten funktionieren, die aus einem anderen
Kulturkreis, aus bildungsfernen Schichten kommen?
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Um 'Missverständnisse' zu vermeiden: |
Als Zeitungs- / Theater-Abonnent und Abnehmer von
voll bezahlten Eintrittskarten aus dem freien Verkauf der Theater verstehen
wir diese Besprechungen und Kommentare nicht als Kritik um der Kritik
willen, sondern als Hinweis auf - nach meiner Auffassung - Geglücktes oder
Misslungenes.
Neben Sachaussagen enthalten diese Texte auch Überspitztes und
Satire.
Hierfür nehmen wir den Kunstvorbehalt nach Artikel 5,
Grundgesetz,
in Anspruch.
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